#17 – Jahresrückblick und Ziele

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende und zwischen Weihnachten und Silvester fragen sich einige von uns, was sie dieses Jahr so alles erreicht haben bis es dann am 31.12. wieder an die Vorsätze fürs neue Jahr geht. Zum Thema Vorsätze werde ich im nächsten Artikel noch etwas erzählen, ob ich sie für sinnvoll halte und wie man an das Thema herangehen sollte. Heute spreche ich allerdings über mein Jahr 2018 und meine Ziel, welche ich mir im Januar festgesetzt habe.

Mein Jahr 2018 war sehr geprägt von Ausbildung und dem Aneignen von neuem Wissen. So stellte ich mir Anfang Januar diesen Jahres eine Zielliste auf, welche ich mir über meinen Schreibtisch aufgehängt habe und so jeden tag betrachten konnte. Ich habe außerdem ab diesem Jahr angefangen mir für das Jahr einen Mottospruch auszusuchen, der meine Zielliste als Thema begleitet. Dieses Jahr ist es:

KEINE AUSREDEN MEHR!

Hintergrund war, dass ich immer und überall Gründe gefunden habe, warum ich etwas nicht tun muss (z.B. „schaff ich das überhaupt?“, „macht das Sinn?“, „andere können das doch viel besser und machen das viel längerals ich.“). Außerdem gab es immer Personen oder den tollen Begriff „Umstände“ bzw. Umfeld, warum ich dies oder jenes nichts konnte. Damit war dieses Jahr Schluss und ich habe das auch sehr rigoros durchgezogen. So habe ich mich dazu entschlossen, Seminare zu besuchen, alleine auf unbekannte Messen zu fahren und schlussendlich diesen Blog aufzubauen. Rückblickend war es für mich das spannendste und herausforderndste Jahr, dass ich je hatte.

Zielliste 2018

Nun aber zu meinen Zielen. Die Liste bestand aus den folgenden 7 Punkten:

  • Master abschließen
  • 10.000€ Gewinn
  • Gewinn mit Optionen
  • 10.000 Liegestütze und Sit-ups
  • 360 km Fahrrad fahren
  • 12 Bücher lesen
  • mehr Wasser trinken

Master abschließen

Eigentlich ein selbstverständliches Ziel, da ich mich ja in meinem Masterstudium befand und auch dieses Jahr fertig werden musste. Dennoch bin ich der Meinung, dass man sich selbstverständliches immer wieder vor Augen halten sollte und aktiv darüber nachdenken sollte. Ähnlich ist es ja auch in einer langen Beziehung, wo der Partner automatisch für selbstverständlich gehalten wird und dementsprechend weniger Zuneigung oder Arbeit gezeigt wird. Außerdem half mir das Betrachten des Zieles gerade in meinem Tief, wo ich überhaupt keinen Spaß mehr am studieren hatte, um so noch eine gute Endnote zu bekommen.

10.000€ Gewinn

Jedes Mal, wenn ich dieses Ziel heute lese, kann ich nur drüber schmunzeln. Dieses Ziel werde ich mir die nächsten Jahrzehnte nicht mehr für mich wählen, da es meinen Grundsätzen widerspricht. Ich investiere einen großen Prozentsatz meines Gehaltes in verschiedenste Produkte. Allerdings tue ich es nicht, um am Ende des Jahres mehr Geld zu haben. Mein Ziel ist es in ein bis zwei Jahrzehnte wohlhabend und finanziell frei zu sein. Ob man dann in einem Jahr viel gewinnt oder verliert spielt dabei überhaupt keine Rolle. Es ist ein Marathon und kein Sprint. Und was die Erreichung meines Ziels angeht: ich habe es nicht erreicht. Ich habe hier und da „gewonnen“, bei anderen „verloren“ und habe am Ende des Jahres mehr Vermögen als ich eingezahlt habe. Aber Geduld ist die größte Tugend eines erfolgreichen Menschen.

Gewinn mit Optionen

Dies ist ein Teilaspekt meiner Investitionen. Diesem wollte ich Anfang des Jahres die größte Bedeutung widmen, da ich mich letzte Jahr sehr starkt zu dem Thema weiter gebildet habe. Für diejenigen, die Optionen nicht kennen, es handelt sich quasi um Versicherungen auf Aktien, Rohstoffen und ähnlichem (sehr stark vereinfacht erklärt). Ich glaube weiterhin, dass man damit Geld verdienen kann, allerdings habe ich für mich festgestellt, dass es nicht mein Bereich ist. Ich habe nicht die nötige Zeit um das professionell zu betreiben, daher habe ich das Ziel Ende April aufgegeben und somit nicht erreicht. Dementsprechend bin ich mit einem Minus raus gegangen, was das Geld betrifft. Dennoch betrachte ich es als großen Gewinn, da das Lehrgeld mir einen sehr tiefen Einblick in die Wirtschaft gegeben hat.

10.000 Liegestütze und Sit-Ups

Kommen wir nun zu den „normalen“ Vorsätzen, die sich vielleicht auch einige von euch gesetzt haben. Ich wollte dieses Jahr wieder mehr Sport machen. Neben meiner Parcour-AG, in der ich 1-2 die Woche trainierte, und dem Sporttraining, welches ca. einmal die Woche stattfand, hatte ich mir ein Sportprogramm aufgestellt. An Zahlen wollte ich es dann durch Liegestütze und Sit-Ups festhalten. 10.000 Stück sind umgerechnet nur 28,5 pro Tag. Klingt eigentlich nicht viel, aber man muss sich wirklich zwingen, jeden Tag etwas zu machen. Die erste Hälfte des Jahres habe ich gut durchgehalten und schon 6.000 geschafft. Allerdings habe ich durch die Sommerferien den Rythmus verloren und so habe ich das Jahr mit ca. 7.500 Liegestützen und Sit-Ups abgeschlossen (Am Ende habe ich es nicht mehr dokumentiert). Aber obwohl ich das Ziel nicht erreicht habe bin ich mir sicher, dass ich ohne Aufstellen des Ziels nicht mal die Hälfte der Übungen gemacht hätte. Deswegen wird es auch nächstes Jahr wieder auf meiner Liste stehen und sich um einige Übungen erweitern.

360 km Fahrrad fahren

Dieses Ziel kam im Juni als letztes auf diese Liste. Ich hatte mir im Sommer vorgenommen, regelmäßig Fahrrad zu fahren. Da ich kein eigenes besitze, musste ich mir entweder eines ausleihen oder ins Fitnessstudio gehen. bewusst sehr hochgesteckt (da ich kaum Fahrrad fahre, sondern auch laufen und schwimmen gehe), habe ich das natürlich nicht erreicht. Allerdings habe ich mit 150 dokumentierten Kilometern doch eine gewisse Strecke geschafft. Sobald ich wieder ein eigenes Fahrrad besitze werden die 500 km angepeilt.

12 Bücher lesen

Ich war in der Kindheit einer der Menschen, die lesen so überhaupt nicht mochten. Ich war zum Beispiel ein großer Harry Potter Fan, habe aber nur 1,5 Bücher gelesen (Und wir besaßen sie alle). Auch andere Bücher haben mich nie interessiert. Ich fand es langweilig und langwierig. Da schaute ich lieber einen Film oder ging im Wald spielen. Seit ich 2016 allerdings meine Liebe zu Hörbüchern gefunden habe, fing ich 2017 auch vermehrt an, Bücher zu lesen. Komischerweise lese ich Romane immer noch ungern, aber Sachbücher kann ich, wenn ich eine ruhige Minute habe, eins nach dem anderen verschlingen. Daher habe ich mir mit 12 Büchern eigentlich auch keine große Hürde gesetzt. Ein Buch im Monat sollte machbar sein. Aber als ich dann gelernt habe, Bücher 2-3 mal hintereinander zu lesen um den Inhalt wirklich zu verinnerlichen, wurde es etwas knackiger. Aber gerade die Sommerzeit an den Badeseen hat dazu geführt, dass ich am Ende auf 14 gelesenen Büchern kam, die fast alle doppelt bis dreimal gelesen wurden. Da ich keinen Büchermarathon machen will, werde ich die Zahl wohl auch für das nächste Jahr beibehalten.

Mehr Wasser trinken

Psychologisch gesehen, ist dieses Ziel schlecht. Es ist nämlich nicht wirklich messbar. Was heißt jetzt mehr? Ein Glas auf das gesamte Jahr betrachtet? Dann würde es ja reichen, wenn ich an Silvester auf ein Glas Sekt verzichte und dafür Wasser trinke. Natürlich weiß jeder, dass damit die tägliche Menge gemeint ist, aber so tickt unser Unterbewusstsein nicht. Ich habe auch insgesamt viel mehr Wasser getrunken, obwohl noch Verbesserungspotenzial besteht. Ich fühle mich definitiv wacher und fitter, wenn ich Wasser trinke, nur vergesse ich es einfach so oft, wenn ich stundenlang am PC sitze oder im Unterricht den Dozenten/Vortragenden zuhöre. Nächstes Jahr wird eine genaue Menge definiert und dann Konsequent durchgezogen.

Dies war nun meine Zielliste 2018. Ich werde versuchen, sie auch nächstes Jahr nicht viel größer werden zu lassen, denn ich will mich hier ganz klar auf die wesentlichen Punkte konzentrieren, damit ich nicht allein schon wegen der großen Masse an Zielen zusammenbreche und nichts tue. Habt ihr euch auch Ziele gesetzt und sie eingehalten? Oder habt ihr vielleicht vor, für nächstes Jahr Vorsätze aufzustellen. Im nächsten Artikel schreibe ich über das richtige Aufstellen der Vorsätze und wie man diese Verfolgen sollte.

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