#23 – Wirst du mit Geld zu einem schlechten Menschen?

Sind alle Reichen schlechte Menschen? Bringt Geld uns dazu, schlechte Charaktereigenschaften zu entwickeln? Oder ist das alles nur ein Gerücht, welches von den Menschen in Umlauf gebracht wird, die weniger haben. Will die Regierung, dass wir Geld besitzen oder will sie uns vielleicht klein halten? Mehr zu diesem Thema in diesem Artikel

Was Geld mit deinem Geist macht

Macht Geld einem automatisch habgierig und unfreundlich? / pixabay.com

Kann Geld wirklich den Charakter verderben? Ich behaupte, dass es dies nicht kann. Aber Geld kann uns beeinflussen und ein Verlangen erzeugen, welches möglicherweise schlechte Charaktereigenschaften hervorbringen kann. Das gleiche kann aber genauso gut durch Liebe passieren (die wird aber nach meiner Einschätzung eher selten als etwas schlechtes dargestellt). Wir selbst entscheiden, was Geld mit uns macht. Wir selbst entscheiden, wie wichtig uns Geld ist.

Oft sehe ich in Haushalten, wo Geld ein Tabu-Thema ist, auch finanzielle Probleme oder Unsicherheiten. Viele Familien, die wenig Geld besitzen, reden oft schlecht über Menschen, die mehr besitzen. So wird der „Reiche“ zum Feind, da er mehr Geld besitzt und dies nicht mit dem Armen ausgeglichen wird. Diese Glaubenssätze übernehmen viele der Kinder, sodass diese ebenfalls kein Vermögen aufbauen. Genau anders herum ist es mit Familien, die einen guten Umgang mit Geld haben. Diese Familien ziehen Geld oftmals an und so lernen auch die Kinder frühzeitig, wie man Geld aufbaut. Es ist also weniger das Geld an sich, welches uns prägt, sondern der Einfluss und der Erziehungsstil der Eltern. Aber warum herrscht dieses Bild vom „bösen reichen Mann“ vor? Weil sich Stereotype besser verkaufen. Es gibt tendenziell mehr ärmliche Menschen als reiche Menschen (Nach Pareto besitzen weniger als 20% der Weltbevölkerung mehr als 80% des gesamten Vermögens). Daher ist es viel eindrücklicher und für die Presse relevanter, wenn ein reicher Mensch mit „schlechten“ Eigenschaften in der Zeitung erscheint, als ein „schlechter“ Mensch ohne Geld. Stereotypisierung funktioniert nur durch die Akzeptanz und Verbreitung durch die Masse.

Geld an sich ist also weder gut noch schlecht und schon gar nicht böse. Es ist was es ist: ein Tauschmittel. Es spiegelt nur einen Wert wieder, den man für verschiedenste Zwecke nutzen kann. Je nach Charakter, welcher durch unsere Mitmenschen geformt wird, sind diese Zwecke gut oder schlecht für eine Einzelperson oder die Gesellschaft.

Die Regierung will dich arm halten

Gegen den Strom zu schwimmen ist in der Gesellschaft ungern gesehen / pixabay.com

Nun ja, diese provokante Aussage stimmt nur zum Teil. Immerhin braucht die Regierung auch die Wohlhabenden im Land. Denn ähnlich wie die Verteilung des Geldes im 80/20 Prinzip geregelt ist, so ist es auch mit den Steuern. Auch wenn es ständig Nachrichten über „Steuervorteile der Reichen“ und unfaire Behandlung geht, so zahlen die obersten 10.000 in Deutschland (Privatpersonen und Unternehmen) auch den größten Teil der Steuern. Aber nicht nur aufgrund des Geldes braucht die Regierung diese Menschen. Oft sind sie Unternehmer, die die Wirtschaft in Deutschland vorantreiben und so das Wachstum des gesamten Staates fördern. Ohne sie würde das Land stagnieren und die Arbeitslosenzahl würde weiter steigen.

Aber auch wenn diese „Ausnahmen“ toleriert und notwendig sind, werden die Menschen darüber hinaus „klein gehalten“. Die Schule lehrt uns nicht in Bereiche wie „glücklich sein“ oder „Vermögen aufbauen“. Nein, sie sagt „bekomme gute Noten, mache eine Ausbildung oder ein Studium und dann nehme einen sicheren Job, damit du eine gute Rente bekommst“. Dies sagt sie nicht, weil es der richtige Weg ist, sondern weil es der Weg ist, bei dem die Regierung uns am besten kontrollieren kann. Kontrolle ist wichtig, ohne sie würde auch heutzutage kein Staat funktionieren. Denn wenn wir nie lernen, mit Geld richtig umzugehen, dann müssen wir auch weiter arbeiten, Abgaben an den Staat zahlen und uns abhängig von ihm machen.

Behalte einen klaren Kopf

Nun will ich gar nicht gegen die Regierung wettern. Wie schon gesagt handelt sie ja vollkommen korrekt um den Staat funktionieren zu lassen. Aber es liegt an jedem selber, ob er diesen Weg folgen will und sein leben lang in einer Abhängigkeit leben möchte. Wer negativ über Geld denkt und redet, der wird Geld auch immer abstoßen. Wer offen darüber spricht und auch bestimmte Ziele mit Geld hat, der wird es anziehen. Es muss nicht jeder Millionär sein, dies macht uns auch nicht prinzipiell glücklicher. Aber wenn wir einen gewissen Wohlstand aufbauen, um vielleicht ein paar Jahre früher in Rente gehen zu können oder einfach nicht auf den Job angewiesen sind, der uns sowieso zum Halse heraus hängt, dann kann Geld zur Glückseligkeit beitragen.

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Weiterführende Links

Bodo Schäfer – Der weg zur finanziellen Freiheit

Rolf Dobelli – Die Kunst des Klugen Handelns; 52 Irrwege, die sie besser anderen überlassen

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