#35 – Tagesziele bringen dich weiter

Brauchst du keine Tagesziele (= Prioritäten für deinen Arbeitstag) und entscheidest immer nach deinem jeweiligen Bauchgefühl? Immer wieder liest man von Ziele-Setzen, um erfolgreich zu sein. Aber warum ist das Tun so schwierig? Also, warum brauchen wir überhaupt Tagesziele?

Wann bist du im Flow?

Es gibt einige Gründe, warum ich morgens aus dem Bett springe:

Ich habe einen festen Termin. Wenn mir ein Termin vorgegeben ist, dann muss ich aufstehen. In diesem Fall ergeben sich die Tagesziele aus der Veranstaltung oder dem Meeting. Oft ist dann nur noch Zeit das Allernötigste abzuarbeiten. Dann meist Routinearbeiten. Hier werden die Tagesziele und Prioritäten von außen vorgegeben.

Ich habe Hunger und will frühstücken. Während ich ausführlich frühstücke, mache ich mir handschriftlich die ersten Notizen zum Tag. Dafür habe ich entweder mein kleines A6 Notizheft, welches ich immer mit mir herumschleppe oder ich mache mir Notizen im Handy bzw. am Computer. Die Notizen können die Einkäufe sein, die zu erledigen sind, die wichtigsten Aufgaben, aber auch die zeitliche Tagesplanung. Ich schreibe mir alles auf. Damit sind bei mir auch die wichtigsten Tagesziele bestimmt. Und ich gehe an die Arbeit. Möglichst sofort an eine dieser wichtigen Aufgaben und möglichst ungestört für einen gewissen Zeitraum, den ich vorher festlege.

Ich habe eine brillante Idee oder die Lösung ist ausgebrütet, auf die ich schon lange gewartet habe. Dann treibt es mich regelrecht an den Schreibtisch. Manchmal fange ich schon während des Frühstücks an zu arbeiten. Es kann nicht schnell genug gehen. Dann ist völlig klar, welches die nächsten drei Tagesziele sind. Sie müssen nicht bestimmt werden. Sie sind da. Ich bin im Flow.

Wenn die Luft raus ist

Aber was ist, wenn diese Gründe nicht da sind und ich noch nicht richtig weiß, was ich heute machen will? Oder einfach: Die Luft ist im Moment raus! Das eine Projekt ist vielleicht gerade abgeschlossen und das neue noch unklar. Wenn ich ein großes Projekt beendet habe, gönne ich mir auch schon mal die wohlverdiente Pause, um mich wieder zu sammeln. Während dieser Pause sortiere ich mich neu. Im Unterbewusstsein hinterfrage ich meine Position und bewerte sie neu. Das ist ganz normal und meistens komme ich von selbst wieder ins Tun oder werde von außen angestoßen. Aber manchmal kommt dieser Zustand auch während eines Projekts. Es stagniert vielleicht oder ich muss auf neue Infos warten oder ein Fehler lässt sich einfach nicht lösen. Das nimmt dem Ganzen die Fahrt und ich komme ins Stocken. Dann mache ich mich an meine Ziele und ordne sie ggf. neu. Vielleicht muss ich mich auch nur von derzeitigen Ablenkungen trennen.

Tagesziele richtig setzen

Vielseitig interessierte Menschen neigen dazu, sich zwischen verschiedensten tollen Wahlmöglichkeiten zu verzetteln und dann gar nicht mehr zu wissen, was sie tun sollen oder wollen. Und was zuerst? Sie können nicht zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden. „Wer zwei Hasen gleichzeitig jagt, wird keinen davon fangen“, sagte Konfuzius. Doch was ist das für eine Fähigkeit? „Tagesziele setzen – Prioritäten setzen“ Kann sie erlernt werden?

Wer Prioritäten setzt, richtet sich auf ein bewusstes Ziel aus und widmet sich diesem mit all seiner Kraft, Energie und Leidenschaft, um es am Ende auch zu erreichen. Zum Beispiel wollen viele Menschen ein Buch schreiben. Statt sich dafür neben der alltäglichen Arbeit einen festen Zeitraum, zum Beispiel eine Stunde freizuhalten und in dieser Zeit auch regelmäßig am Buch zu arbeiten, träumen manche von ihnen weiter. Und schreiben das Buch nie. Dann gibt es die zweite Gruppe, die sich jeden Tag diszipliniert in dieser Stunde an den Tisch setzt und am Buch arbeitet. Diese Menschen werden nach einer gewissen Zeit ein vorzeigbares Produkt haben. Immerhin sind solch kleine Zeiteinheiten über eine längere Zeit gedacht sehr viel: Eine Stunde pro Tag sind im Jahr 365 h = ca. 46 Arbeitstage (acht Stunden pro Arbeitstag). Das ist doch schon was!

Um in deiner zur Verfügung stehenden Zeit die Ziele schnell zu erreichen und damit Erfolge zu erzielen, setze dir am besten drei Tagesziele und konzentriere dich auf diese voll und ganz. Aus diesen Tageszielen heraus ergeben sich die wichtigsten Dinge des Tages, auf die sich der Tag dann automatisch ausrichtet. Du kannst so auch leicht alle deine weiteren Entscheidungen treffen. Dabei findest du heraus, was Priorität hat, beziehungsweise das Wichtigste für das Erreichen deines Tages ist. Dann konzentrierst du dich auf diese drei Tagesziele und vermeidest Ablenkungen. Damit und mit kleinen Pausen erhöhst du deine Produktivität um ein Vielfaches.


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Weiterführende Literatur

Bodo Schäfer – Gesetze der Gewinner

Julien Backhaus – Erfolg

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