42 – Meine „Not-To-Do“-Liste

Wie gerne schreiben wir heutzutage Listen. Hier ein Einkaufszettel, da eine Wunschliste für Weihnachten oder ein Termin im Kalender. Alles Listen die uns dabei helfen, Dinge nicht zu vergessen, die wir tun sollen oder müssen. Doch was ist mit dem Gegenteil? Dinge, die wir besser lassen sollten, sagen wir uns immer, doch nie schreiben wir sie auf. Deshalb widme ich den heutigen Beitrag diesem Thema und sage dir, warum du eine „Not-To-Do“-Liste führen solltest.

Schon seit der Kindheit lernen wir eins ganz besonders: Dinge, die wir nicht tun sollen. Unsere Eltern oder Lehrer sagen viel öfter etwas negatives als etwas positives. Wir hören das Wort „Nein“ und „Falsch“ am häufigsten in der Phase zwischen 4 Und 10 Jahren. Dies ist eigentlich gar nicht böse gemeint, da sie nur unser Bestes wollen. Sie müssen es einfach nur öfter sagen, da wir es sonst nicht lernen. Dinge, die wir nicht tun sollen, bleiben uns einfach nicht im Gedächtnis, da uns niemand lehrt, wie man sich es merken soll (Immer wieder „nein“ zu sagen ist leider keine gute Lehrmethode). Deswegen müssen wir das nun selbst in die Hand nehmen. Im Durchschnitt benötigt es 30-60 Tage, bis wir uns eine schlechte Gewohnheit abgewöhnt oder eine neue angewöhnt haben. Aber auch nur, wenn wir jeden Tag etwas dafür tun. Schon ein oder zwei Tage, in denen wir in unser altes Muster fallen, können die ganze Arbeit zunichte machen. Deshalb sollten wir uns in der Anfangsphase jeden Tag diesen DON’Ts widmen. Ich habe für mich eine Liste angelegt, die ich mir durchlesen und wahrnehmen kann. Schon das aufschreiben dieser Dinge ist ein guter Anfang, um das Problem anzugehen.

Hier ein Auszug aus meiner NTD-Liste

  • rege dich nicht über Belanglosigkeiten auf
  • vermeide den Kontakt mit schlechten Menschen
  • verschwende keine Zeit
  • verschwende nicht unnötig Geld
  • verstecke dich und deinen Weg nicht
  • verbiete dir niemals das Wort
  • lass dich nicht aus der Ruhe bringen

Diese Liste hängt bei mir an meiner Zimmertür, sodass ich sie jedes Mal, betrachte, wenn ich außer Haus gehe. Selbst wenn ich sie nicht immer aktiv lese, nimmt mein Unterbewusstsein diese Informationen dennoch auf. So pole ich mein Gehirn darauf, dass diese Dinge schlecht für mein Leben und meine Glückseligkeit sind.

Schreiben hilft dabei, die Informationen aufzunehmen. Deshalb nehme ich mir auch ab und zu ein weißes Blatt Papier und schreibe ungeordnet alle Sachen auf, die schlecht für mich und meine Welt sind. Durch das Schreiben nehmen wir Informationen viel besser auf, als wenn wir sie nur sehen oder hören. Dies mache ich übrigens nicht nur mit Negativem sondern auch mit positiven Erlebnissen, Freunden oder Charaktereigenschaften.


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Rolf Dobelli – klar denken, klug handeln

0 Gedanken zu „42 – Meine „Not-To-Do“-Liste“

  1. Widerspricht diese „not-to-do-List“ nicht dem Prinzip, alles positiv aufzuschreiben?

    Unserem Gehirn fällt es leichter positiv Formuliertes zu behalten, weswegen Nein-sagen auch keine gute Lernmethode ist. Darum wird immer wieder empfohlen gewünschte Verhaltensänderungen positiv auszudrücken, also statt “ ich esse keine Schokolade mehr“ dann „ich belohne mich mit meinem Lieblingsobst“. Oder statt „verschwende kein Geld“ lieber „spare für ein größeres Ziel“.
    In meinen Augen hat das Ganze dann einen viel fröhlicheren Beigeschmack und zumindest ich bin gewillter mich daran zu halten 🙂

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